Privatunterkunft, Ferienhaus

Oft dient ein Ferienhaus ausschließlich der Vermietung.

Häufig wird ein Ferienhaus auch alleine zu diesem Zweck gebaut. Manche Familien besitzen aber auch ein Ferienhaus zur Selbstnutzung, zum Beispiel in landschaftlich reizvollen Gegenden.

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Oft wird ein Ferienhaus in landestypischer Bauweise erstellt

Unter einem Ferienhaus versteht man im Allgemeinen ein Haus, in dem Gäste gegen Bezahlung für einen bestimmten Zeitraum ihren Urlaub verbringen können. Teilweise wird ein solches Haus ausschließlich für die temporäre Vermietung an Gäste betrieben, häufig wird es auch alleine zu diesem Zweck gebaut. Manche Familien besitzen aber auch ein Ferienhaus zur Selbstnutzung, zum Beispiel in landschaftlich reizvollen Gegenden.

Anders als in großen Hotelanlagen oder Ferienparks können Urlauber in einem Ferienhaus leichter Land und Leute kennenlernen. Oft werden Ferienhäuser in landestypischer Bauweise erstellt, beispielsweise als Bädervilla an der Ostsee, Reethus in Norddeutschland, Almhütte im Alpenraum, Finca in Spanien, Stuga oder Torp in Schweden, Hytte in Norwegen, Mökki in Finnland, als Almen oder Forsthäuser, Chalet, Cottage oder Trulli. In der gehobenen Hotellerie spricht man von Villa, diese Ferienhäuser einer Hotelanlage haben dasselbe Service wie die Zimmer, aber mehr Privatsphäre.

In vielen Urlaubsregionen, besonders während der Hochsaison, werden Ferienhäusern nur wochenweise vermietet, wobei als Anreisetag oft der Samstag gilt, dies gilt insbesondere für Ferienhäuser in Urlaubsanlagen. Zu den Mietkosten, die meist pro Tag oder pro Woche kalkuliert werden, kommen meist Nebenkosten für Endreinigung, Wasser und Strom oder Bettwäsche und Handtücher hinzu. Die Vermietung kann über einen Reiseveranstalter, ein Reisebüro, lokale Vermittlungsagenturen oder Online direkt beim Vermieter erfolgen. Zudem geben viele Fremdenverkehrsämter jährliche Unterkunftsverzeichnisse heraus. In den vergangenen Jahren hat sich die Ferienhausvermietung mehr und mehr ins Internet verlagert, wo Online-Vermittler und Ferienhausportale ihre Dienste anbieten. Hier kann zwischen Anzeigenportalen, in denen Ferienhausbesitzer ihre Häuser selbst einstellen, Veranstaltern, die die Hausbesitzer selbst betreuen und eigene Bewertungssysteme für ihre Häuser haben, und Vermittlungsplattformen, die Häuser verschiedener Anbieter vermitteln, unterschieden werden.

Eine Finca bezeichnet ein landwirtschaftliches Grundstück, in der Regel mit einem Kotten, Landhaus, Bauernhof oder Landgut, oft mit einer angeschlossenen Plantage. Vor allem im Tourismus wird der Begriff heute in der deutschen Alltagssprache oft für ein bäuerliches Ferienhaus verwendet, das sich auf dem spanischen Festland, auf den Balearen oder Kanaren befindet. Die Fincas blicken in der Regel auf eine lange Entstehungsgeschichte zurück und sind oft älter als 300 Jahre. In einigen Gebieten (insbesondere auf den Balearen) entstehen jedoch auch heute noch Neubauten, die sich hinsichtlich ihres Baustils an historischen Fincas orientieren.

Meistens verfügen sie über einen Pool sowie Saunen oder andere Wellnessmöglichkeiten. Die Zimmer haben oft noch Original-Mauern, aber es wird in der Regel ein hoher Hotelstandard gewährleistet. Der Urlaub auf einer Finca ist nicht zu verwechseln mit dem hiesigen Urlaub auf dem Bauernhof.

Almhütten, seit der intensiven touristischen Erschließung der Gebirge in den letzten einhundert Jahren hat sich die Funktion einer Almhütte grundsätzlich gewandelt. Etliche Almhütten, die an Wanderstrecken liegen, wurden in Schutzhütten oder, in Wintersportgebieten, in Skihütten umgewandelt, und betreuen Wanderer, Skifahrer und Touristen Viele Almhütten bieten auch gastronomische Angebote. Konnte man vor 20 oder 30 Jahren selbst hergestellte Milchprodukte dort konsumieren, so wird zwar dort heute noch eine zünftige Küche zelebriert, die dazu notwendigen Lebensmittel kommen jedoch oft aus dem Tal.

Ein Gutteil der Almhütten hat aber die Funktion eines Ferienhauses der Besitzer übernommen. In vielen Gebieten besteht auch die Möglichkeit, Almhütten zu mieten. Das Angebot reicht von traditionellen Almhütten mit Plumpsklo und ohne Strom bis zu komfortabel eingerichteten Hütten mit komfortablen Betten, Strom, fließendem Wasser und Zufahrt zum Haus.

Das Chalet ist ein im Alpenraum, insbesondere in der Schweiz, verbreiteter ländlicher Haustyp entsprechend einem Ferienhaus. Chalets werden traditionell aus Holz gefertigt oder haben zumindest eine Holzverschalung. Typisch für das Chalet ist ein flaches Satteldach mit weitem Dachüberstand. In einigen Gemeinden der Schweiz, z. B. Lenk, Grindelwald, Saanen oder auch Zermatt, dürfen nur Chalets gebaut werden, um Bausünden vorzubeugen.

Als Cottage bezeichnet man auf den Britischen Inseln einfache, nur aus einem Erdgeschoss bestehende Ferienhäuser ohne Unterkellerung. Sie wurden hauptsächlich aus Natursteinen errichtet und mit Stroh gedeckt. Da Stroh jährlich ersetzt werden musste, wurde später Reet verwendet, welches in neuerer Zeit wiederum durch langlebige Granitschindeln oder Wellblech ersetzt wurde.

Ursprünglich wurden die Cottages von einfachen Bauern und Fischern mit ihren Familien bewohnt. Bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts hatten diese Häuser weder Strom noch fließendes Wasser. Als einzige Wärmequelle diente traditionell ein offener Kamin, der mangels Wärmedämmung nicht effektiv war; eine Alternative gab es jedoch nicht. Geheizt wurde mit Torf, der auf Grund eines jahrhundertealten Gesetzes bis zum heutigen Tag von jedermann kostenlos in den Mooren abgebaut werden darf. Die meisten Cottages bestanden aus einem Koch- und Wohnraum und einem Schlafraum. In alter Zeit wurde oft noch das wenige Vieh mit im Haus gehalten, da es im Winter eine zusätzliche Wärmequelle darstellte. Viele der alten Cottages wurden in den letzten Jahren renoviert und nach den neuesten Standards modernisiert. Sie werden gerne an Touristen vermietet, die noch das alte Irland erleben wollen.

Stuga ist der schwedische Begriff für ein Ferienhaus oder eher Häuschen, das als vorübergehende Wohnung im Urlaub oder in der Freizeit dient, vergleichbar mit dem deutschen Ferienhaus. Viele schwedische Ferienhäuser sind seit Generationen vererbt worden, oft waren sie zu Beginn einfache Bauernhöfe oder Katen, die von früheren Generationen besessen und betrieben wurden. Da die Industrialisierung erst spät nach Schweden kam, waren vieler dieser kleinen Höfe noch bis in die 1940er und 1950er Jahre in Betrieb und wurden danach, wenn die letzten ständigen Bewohner gestorben waren, zu Ferienhäusern umfunktioniert.

Die Industrialisierung bedeutete aber auch einen Wunsch der Großstadtbevölkerung nach mehr Freiluftaktivitäten. In den Jahren 1915–1920 wurde dies der Start einer Bewegung für die Sporthäuschen. Die sportstuga lag in der Nähe der Städte, vornehmlich um Stockholm und Göteborg, oft als kleine Siedlung und in Verbindung mit Sportvereinen. Hier konnte man zu allen Jahreszeiten in seiner Freizeit, alleine oder in Gruppen, Sport betreiben. Viele dieser Siedlungen sind heute dank ihrer jetzt eher zentralen Lage rund um das Jahr bewohnt.

Eine Hytte, norwegisch Hütte, ein norwegisches Ferienhaus, ist zumeist eine Holzkonstruktion, deren Einrichtung von sehr einfach, ohne Strom und Wasser, bis hin zu sehr aufwendig sein kann. Sie wird zur Wochenenderholung und längeren Ferienaufenthalten genutzt. Während den Norwegern eine Hytte früher nicht abgelegen genug sein konnte, schätzt man heute aber leichte Erreichbarkeit und Komfort.

Ein Mökki ist ein typisch finnisches Ferienhaus. Es ist in der Regel aus Holz gebaut und mit einer Sauna ausgestattet. Traditionelle Mökkis sind in Blockbauweise gebaut, sehr einfach und entbehren jeglichen Komforts. Sie werden meist nur im Sommer bewohnt. Heutzutage werden jedoch auch luxuriöse Mökkis gebaut, die das ganze Jahr bewohnbar sind. Ein Mökki dient den Finnen zur Erholung, vor allem am Wochenende und in den Sommerferien. Die meisten Mökkis in ausreichend großem Abstand zum Nachbarn errichtet. Oft stehen die Ferienhütten am Ufer eines Sees. Seit einigen Jahren gibt es vorgeschriebene Mindestabstände zum Seeufer, um die Verschmutzung der Gewässer in Grenzen zu halten.