Privatunterkunft, Ferienhaus

Das erste Hotel der Welt eröffnete der Friseur David Low

Das erste Hotel der Welt eröffnete der Friseur David Low im Londoner Covent Garden als Grand Hotel am 25. Januar 1774. Bis dahin gab es nur möblierte Zimmer oder Gastwirtschaften.

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Seine heutige Bedeutung erlangte das Hotel im Laufe des 19. Jahrhunderts

Seine heutige Bedeutung erlangte das Hotel im Laufe des 19. Jahrhunderts, besonders in der Belle Epoque, wo im gründerzeitlichen Bauboom in ganz Europa sowohl in den Städten Repräsentativbauten im bürgerlich-unternehmerischen Umfeld entstanden als auch im Kurwesen, wo die großen, in oft entlegenen Gegenden errichteten monumentalen Kurhotels von schlossartigem Charakter enorme gesellschaftliche Bedeutung gewannen.

Die weitaus verbreitetste Hotelklassifikation ist der Hotelstern. Dieser wird national unterschiedlich gehandhabt, während in Europa ein bis fünf Sterne üblich sind. Bewirbt sich ein deutsches Hotel bei der Dehoga um einen Hotelstern, so unterscheidet man zwischen den fünf verschiedenen Klassifizierungsstufen bei denen jeweils noch der Zusatz Superior möglich ist. Diese Stufen werden in der Regel durch Zimmerausstattung und Service sowie weiteren Angeboten des Hotels unterschieden.

Ein Hotel verfügt mindestens über einen Empfang bzw. Rezeption und Zimmer zur Beherbergung mit Bett, Schrank, Tisch und Waschgelegenheit sowie einer Gastronomie, die mindestens ein Frühstück anbietet. Größere Hotels haben einen Empfangs- und Aufenthaltsbereich, mindestens ein Restaurant, eine Bar und, je nach Kategorie, Fitnessbereich mit oder ohne Schwimmbad, Garage und andere Einrichtungen. Auch die Ausstattung der Zimmer variiert. Oft sind Duschen, gelegentlich auch Badewannen anzutreffen. Weitere Ausstattungsmerkmale können ein Fernseher, Internetanschluss und Minibar sein. Hotels verfügen im Gegensatz zu Pensionen über eine Rezeption. Bei Hotels der De-Luxe-Kategorie (5 Sterne) muss die Rezeption rund um die Uhr besetzt sein.

Es gibt Hotels in verschiedenen Preis- und Komfortklassen – je nach Land in eigenen Klassifizierungen für eine bestimmte Rubrik nach Hotelsternen kategorisiert. Einen weltweit einheitlichen Kriterienkatalog gibt es nicht. Grundsätzlich sind Ein-Sterne-Hotels sehr einfach ausgestattet, Fünf-Sterne-Hotels dagegen sind äußerst luxuriös, wobei sich die Bewertungsmaßstäbe von Land zu Land unterscheiden. In Deutschland orientieren sich die Sterne an verschiedenen Leistungs- und Ausstattungs- und Qualitätsmerkmalen, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) festlegt.

Das an der Bettenzahl gemessene größte Hotel in Deutschland ist das Estrel in Berlin, das größte weltweit ist das Venetian Resort Hotel in Las Vegas mit über 7.000 Zimmern. Das wohl kleinste Hotel Deutschlands mit nur drei Zimmern ist das Hotel einschlaf in Wolfsburg. Die oft als luxuriösesten Hotels der Welt genannten sind das Burj al Arab in Dubai und das Emirates Palace Hotel in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Das älteste Hotel Deutschlands ist das Pilgrimhaus in Soest, gegründet 1304. Das älteste Hotel Japans ist das Ryokan Nishiyama Onsen Keiunkan, gegründet 705, und das zweitälteste Hotel das Hoshi, gegründet 718.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal unter Hotels ist die Verpflegung. Vollpension umfasst als Leistung Übernachtung, Frühstück, Mittag- und Abendessen. Halbpension bietet neben dem Frühstück nur eine weitere Mahlzeit. Hotels, die nur Frühstück anbieten, bezeichnet man als Hotel garni.

Bezüglich des Aufenthaltszwecks unterscheidet man Kur- und Wellness-Hotels (Spa), Ferien- und Sporthotels sowie Business-, Kongress- und Seminarhotels. Eine Sonderform stellen die Resorts dar. Nach Zielgruppe unterscheidet man beispielsweise Kinder-, Radfahrer- und Nichtraucherhotels. Weiterhin gibt es Pilgerhotels. Frauenhotels sind exklusiv für Frauen, viele werden ausschließlich von Damen betrieben. Häufig nehmen alleinreisende Geschäftsfrauen und Urlauberinnen mit Kleinkindern sie in Anspruch. So genannte Wellness-Hotels erweitern ihr Angebot auch manchmal für schwangere Frauen. Ein vergleichsweise neues Angebot sind Pflegehotels, ein barrierefreies Urlaubsangebot für pflegebedürftige und/oder mobilitätseingeschränkte Menschen und ihre Angehörigen oder Pflegepartner. Nach der Reiseform unterscheidet man Hotels für individuell reisende Gäste, Hotels für Gruppenreisende und Busreisehotels sowie Hotels für Geschäfts-, Tagungs- und Messereisende.

Neben diesen beiden Hauptleistungen bieten Hotels oft zahlreiche weitere Nebenleistungen an, z. B. Telefon/Fax, Internetanschluss, Fernsehen, Wäschereinigung, Wellness-Angebote, Vermietung von Tagungsräumen, Tabakwaren, Garagenbenutzung, Gästetransfers, Gepäcktransporte, Animationsprogramme, Ticketvermittlung, Ausflüge, Sonnenschirme und Liegestühle, Shopping & Boutiquen, Coiffeur, Sportgeräteverleih, Business-Center, Parkplätze, Bootsanlegestelle, Pay-TV, Pool, Minibar, Fitness, Bademäntel, Badeartikel, Radio, Safe/Tresor, Videos, Room Service, Weckdienst, Schuhputzautomaten.

Der Hotelier muss keine Buchungen bestätigen, sondern genießt Vertragsfreiheit. Wenn ein Gast nicht erwünscht ist, kann er laut Bundesgerichtshof die Aufnahme verweigern; bestätigt der Hotelier eine Buchung, ist er an sie gebunden. Früher gab es – zumindest in gehobenen Hotels – ungeschriebene Regeln, welche Kleidung die Gäste trugen. Das ist heute zumindest in Deutschland nicht mehr so, in anderen Ländern gibt es noch Regeln – teils ungeschriebene, teils explizit ausgesprochene.

Beispielsweise bedeutet Casual im englischsprachigen Ausland legerer Freizeitstil. Informal meint ohne Schlips. Formal heißt in großen Hotels für den Herrn mindestens Jackett/Sakko sowie Krawatte.

Heute werden deutschlandweit etwa die Hälfte der Buchungen von Hotels mit steigender Tendenz im Internet getätigt, wobei der Firmenkundenbereich große Bedeutung hat. Dieser Trend hat dazu beigetragen, dass die Preise in einer margenschwachen und von Verdrängungswettbewerb bestimmten Branche jahrelang konstant blieben, was die Ertragslage der Hotels schwächt. Hier ist die Preisentwicklung in Deutschland anders als in Vergleichsländern.